Werner Gutgsell begrüßt alle Anwesenden, insbesondere Dr. Martin Neub (1. Vorsitzender des NABU Südbaden), Sarah von Adelmannsfelden (NABU Südbaden), Carsten Müller 1. Beigeordneter der Stadt Breisach), Frank Greschel (Ortsvorsteher Niederrimsingen) Sandra Steidle (Ortsvorsteherin Oberrimsingen), Gemeinde- und Ortschaftsräte der Teilgemeinden und Mitglieder der benachbarten NABU-Gruppen. Insgesamt nehmen 31 Personen an der Versammlung teil.
Werner Gutgsell eröffnet die Versammlung. Er schlägt Roswitha Mühlbach als Protokollführerin vor.
Dagegen gibt es keine Einwendungen. Werner Gutgsell bittet die Versammlung um eine Schweigeminute zum Gedenken der Toten des NABU Breisach-Westlicher Tuniberg. Die Tagesordnung wurde fristgerecht
per e-Mail versandt. Es liegen keine weiteren Anträge zur Tagesordnung vor. Die Tagesordnung wird einsmmig genehmigt
Die NABU-Gruppe Breisach-Westlicher Tuniberg hatte zum 31.12.2025 insgesamt 304 Mitglieder. Im Jahr 2025 fanden 10 öffentliche Teamsitzungen und 2
Vorstandssitzungen statt. Innerhalb des NABU Breisach-Westlicher Tuniberg gibt es 7 Arbeitsgruppen:
- NABU-Garten
- Kiesgrube Gündlingen
- Hochstetter Feld
- Naturnahe Gartenberatung
- Baumscheiben
- Feldbiotop am Krebsmühlewinkel
- Streuobstwiese am Härdlewald
Elke Weckerle erläutert die Finanzen der Ortsgruppe des Jahres 2025 sowohl des Kontos als auch der Bargeldkasse. Herbert Clemens und Bernd Uhlmann führten die Kassenprüfung durch. Sarah von
Adelmannsfelden bescheinigt in Vertretung für Bernd Uhlmann eine korrekte Konto- und Kassenführung und dankt Elke Weckerle für ihre hervorragende Arbeit. Die Entlastung durch die
Mitglieder wird einstimmig erteilt.
Berichte:
Daniel Klein berichtet über die Kommunikationsmedien der Gruppe. Der 2-3 mal jährlich erscheinende Newsletter wird an 230 Empfänger/innen versandt und hat eine Öffnungsrate von
63%. Der von Sandra Otzko betreute Instagram-Account hatte im Jahr 2025 insgesamt 463 Follower mit 71 Beiträgen zur Arbeit der Gruppe.
Daniel Klein berichtet über das Biotop Gündlinger Kiesgrube. Dabei handelt es sich um ein 1 Ha großes Biotop mit vielen Teichen und Tümpeln, die freigehalten werden müssen, um
der großen Vielfalt an Amphibien den Lebensraum zu erhalten. Eine Entnahme von Bäumen fand im Januar 2026 statt um mehr Licht und Wärme in das Biotop zu bringen.
Elke Weckerle berichtet über den NABU-Garten in Niederrimsingen, der mittlerweile in den Besitz des NABU überging. Im Verlauf von mindestens 14 Arbeitseinsätzen wurde das
Gelände regelmäßig gejätet,
gepflegt und neu bepflanzt. Dabei standen sowohl der Erhalt der bestehenden Vegetation als auch die Förderung neuer Pflanzen im Mittelpunkt. Die Wiese wurde von der Sensengruppe in mehreren
Abschnitten fachgerecht gemäht. Anschließend wurde das Heu sorgfältig entfernt, um die Flächen zu schonen und opmale Bedingungen für ein gesundes Nachwachsen und eine artenreiche Entwicklung der
Wiese zu schaffen. Es konnten auch in 2025 wieder Besucher*innen im NABU-Garten begrüßt werden. So fanden Führungen für die Kinder des Naturkindergartens am 20.05.2025 und der Schulanfänger*innen
des Kindergartens Niederrimsingen am 01.07.2025 statt. Am 18.05.2025 kamen Besucher*innen zu „NABU-Garten erleben“ nach Niederrimsingen, darunter Reinhold Treiber vom LEV. In diesem Jahr
lädt die NABU-Gruppe am 13.06.2026 wieder zu „NABU-Garten erleben“ ein. Am 14.06.2026 findet dann die Veranstaltung „Mit dem Rad zu den offenen Gärten“ statt. Ralf Bertram aus Freiburg-Munzingen
hat gemeinsam mit unserem NABU-Mitglied Thomas Nagel die Schmetterlingsarten untersucht und eine Liste der im NABU-Garten vorhandenen Insektenarten erstellt, dafür herzlichen Dank.
Elke Weckerle berichtet über das NABU-Biotop Hochstetter Feld. Das Naturschutzgebiet ist ca. 6 Ha groß und wurde Ende 2023 von der NABU-Gruppe vom NABU-Freiburg übernommen. Klaus
Cord-Landwehr berichtet über den rapiden Rückgang an Vögeln und Vogelarten in den letzten 70 Jahren und bezieht sich hierbei auf die
Krefelder Studie. Ursache hierfür ist unter anderem das Insektensterben infolge der intensivierten Landwirtschaft. Er weist auf die Projekte F.R.A.N.Z und KOMBI hin, die in Zusammenarbeit mit
Landwirten für Natur- und Landschaftsschutz Projekte umsetzen. Insbesondere in unserer Region Breisgau-Hochschwarzwald ist der LEV aktiv und unterstützt hier das KOMBI-Projekt. Die Pflege
des Gebiets (Entfernen von invasiven Pflanzen, wie z.B. den Knöterich) wird weitestgehend von unseren Mitgliedern übernommen. Unterstützt wird die Gruppe von einem
Landschaftspfleger, der die Mahd der großen Wiesenflächen sowie maschinengebundene Arbeiten (Fällarbeiten, Entfernen von Wurzeln etc.) übernimmt. Neben der fachlichen Unterstützung durch den LEV
erhalten wir finanzielle Unterstützung vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Im Hochstetter Feld konnte Klaus Cord-Landwehr 30 Vogel- und 20 Libellenarten beobachten. Am 19.09.2026 wird eine
Exkursion ins Hochstetter Feld angeboten. Der Dank der NABU-Gruppe geht an Klaus Cord-Landwehr und seine Ehefrau Gertrud.
Manfred Harms berichtet über die neu erworbenen Flächen am Krebsmühlewinkel und am Härdlewald: die beiden Flurstücke wurden von der NABU-Stiftung in Berlin erworben. Das rund 1500 m² große Flurstück „Krebsmühlewinkel“ wurde bereits ab Mai 2025 mit der Unterstützung vom LEV umgestaltet. Aus dem ehemaligen Maisacker soll eine Rückzugsfläche für seltene Arten werden. Vorgesehen ist auch die Pflanzung von Obstbäumen (alte Sorten). Auch die Streuobstwiese „Härdlewald“ hat sich gut entwickelt, hier wurden bereits alte Obstsorten gepflanzt.
Daniel Klein berichtet über die Arbeitsgruppe „Naturnahe Gartenberatung": Daniel Klein hat eine Präsentation mit dem Titel „Gärten sind Rettungsinseln für bedrohte Arten“ erstellt, die bei Gartenberatungen den Interessierten zur Verfügung gestellt wird. Insgesamt fanden im Jahr 2025 vier Gartenberatungen statt. Um unsere kostenlosen Gartenberatungen in 2026 intensiver zu bewerben, sollen Flyer mit dem Angebot in Neubaugebieten verteilt werden. Zudem ist ein Interview mit der BZ-Redaktion in Breisach im Februar geplant.
2025 feierte der NABU Breisach-Westlicher-Tuniberg sein fünfjähriges Bestehen im Garten des ehemaligen Gasthauses Tanne in Niederrimsingen. Es war ein tolles Fest, dass allen Teilnehmern positiv in Erinnerung bleiben wird.
Am 25.05.2025 fand eine Exkursion zu Wiedehopf und Steinkauz unter der Leitung von Chris an Stange im Tuniberg statt. Etwa 20 Personen nahmen daran teil.
Elke Weckerle berichtet vom mehrtägigen Ausflug der akiven NABU-Mitglieder zum Naturschutzzentrum Ruhestein im Nordschwarzwald inklusive Rangerführung und Besuch des Informationszentrums. Übernachtet wurde in Ottenhöfen. Der NABU finanzierte lediglich Eintritt und Führung, der Rest wurde privat getragen.
Eine Projektgruppe aus den sechsten Klassen der Hugo-Höfler-Realschule unter Leitung von Markus Rupp hat in Zusammenarbeit mit Tilman König und Günter Gässler vom NABU sieben Igelhäuser im Werkunterricht hergestellt, die jetzt an geeigneten Standorten aufgestellt werden.
In einer Halle des Salzlagers der Stadt Breisach hat 2025 im Brutkasten ein Schleiereulenpaar gebrütet und dabei das Innere der Halle stark verunreinigt. Es wurde eine Lösung gefunden, das Einflugloch so zu positionieren, dass es nur noch von außen angeflogen werden kann und somit die Eulen nicht mehr ins Halleninnere gelangen können. Auch die Wildkamera wurde entsprechend neu positioniert.
Entlastung des Vorstands & Wahlen:
Ortsvorsteher Frank Greschel begrüßt alle Anwesenden, spricht der NABU-Gruppe großes Lob für ihre Arbeit aus und bittet um Entlastung des Vorstands. Der Vorstand wird einstimmig entlastet.
Verschiedenes, Wünsche und Grußworte Gäste:
Der erste Beigeordnete der Stadt Breisach Carsten Müller bedankt sich im Namen der Stadt für die geleistete Arbeit, von der er sich persönlich sehr begeistert zeigt. Er betont
das gute Verhältnis der NABU-Gruppe zu anderen gesellschaftlichen Gruppierungen und die im Ehrenamt geleistete Arbeit. Der NABU Breisach-Westlicher Tuniberg gehört mittlerweile schon zu einem der
größten Vereine der Stadt Breisach. Die Zusammenarbeit mit der Stadt soll intensiviert werden bei der Gestaltung des regionalen Biotopverbunds in Kooperation mit der Landwirtschaft.
Dr. Martin Neub lobt die erstaunliche Leistung der NABU-Gruppe mit ihren Arbeitsgruppen in nur 5 Jahren.
Ausblick & Schlussworte:
Die NABU-Gruppe Breisach-Westlicher Tuniberg wird im Jahr 2026 ihre Arbeit fortführen und ergänzen. Geplant ist:
- neue Mitglieder für unsere Projekte begeistern
- Gartenberatung in Breisach bekannt machen
- Baggerarbeiten als neuer Meilenstein in der Gündlinger Kiesgrube
- im Hochstetter Feld gezielt Pflegemaßnahmen durchführen in Zusammenarbeit mit dem LEV
- Vortrag „Natur im Siedlungsraum“ am 27.03.2026 mit Martin Klatt
- Vortrag „Wespen“ am 26.06.2026 mit Sarah von Adelmannsfelden
- Revival der erfolgreichen Batnight
- die „Offenen Gärten“ werden wieder stattfinden
- eine Exkursion im Hochstetter Feld durchführen
- Daniel Klein ist vom LEV zum Fachbeirat berufen worden
- die Biotope Krebsmühlewinkel und Streuobstwiese am Härdlewald etablieren und entwickeln
- Zusammenarbeit mit dem LPO im Elsass zur Förderung des Steinkauzbestands
Werner Gutgsell dankt allen Anwesenden für ihr Kommen, insbesondere dem NABU Südbaden und Gästen aus den benachbarten Gruppen , der Gemeinde Niederrimsingen für die Bereitstellung des Gemeindesaals und der Technik, der Stadt Breisach für ihre Unterstützung und natürlich den Helferinnen und Helfern für die Organisation der JHV.
Die Jahreshauptversammlung endet gegen 21.45 Uhr. Im Anschluss hält Manfred Harms einen kurzen Vortrag über den Vogel des Jahres 2026 – das Rebhuhn